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Generation 2

Franz, Roland und Elisabeth Berlin.

Drei Geschwister, drei Aufgabenfelder, ein Ziel: Den Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt zu bereiten. Die zweite Berlin-Generation zieht jeden Tag an einem Strang.

Franz Berlin

Schon als Filius guckte Franz Berlin mit Begeisterung in die Töpfe seines Vaters. „Er hat mich sehr stark geprägt“, nickt er. In seiner Küche beherrscht er die Gratwanderung zwischen regionaler Verwurzelung und überraschenden Akzenten. Der Vater fand früh heraus, mit welchem außergewöhnlichen Sinn für Geschmäcker und Aromen sein kleiner Bub gesegnet ist – und förderte jenes seltene Talent, das Franz Berlins Küche bis heute auszeichnet. Obwohl er heute von einem Michelin-Stern bekrönt ist, hält Franz nichts von Standesdünkel, packt mit seinem Team auch mal im Wanderheim an, wenn er gebraucht wird. Zavelstein ist für ihn gleichermaßen Heimat wie Sehnsuchtsort, der Platz, an dem er tiefe Wurzeln geschlagen hat. Inspiration für seine Rezepte holt er sich einfach in der Natur – wie früher eben, als er mit seinem Bruder im Wald spielte.

Roland Berlin

 „Traumhafter kann man nicht aufwachsen“, ist sich Roland Berlin sicher. Mit einem Glänzen in den Augen erinnert sich an die Kindheit zwischen Wanderheim und Hotel, zwischen Wald und Wiese. Für den Restaurantleiter im Hotel KroneLamm gab es nie einen Zweifel, dass er eines Tages in den elterlichen Betrieb zurückkehren würde. Dass es der Posten des Restaurantleiters aller drei Restaurants wurde, lag an Rolands offener Art und an seiner Freude im Umgang mit den Gästen. Nach seiner Ausbildung arbeitete er mit Jörg Müller auf Sylt, danach im Wolfsburger Aqua, einem der besten Restaurants Europas. Nach sieben Jahren fern der Heimat kehrte Roland Berlin nach Zavelstein zurück. „Es wurde einfach Zeit“, sagt er uns schmunzelt. „Ich bin sehr heimatverbunden“.

Elisabeth Berlin

Als Hoteldirektorin und Empfangsleiterin ist Elisabeth für die Gäste so etwas wie das Gesicht des Hauses – einen schöneren  Arbeitsplatz als die Rezeption könnte es für sie deswegen nicht geben. Seit 2011 ist sie zurück im elterlichen Betrieb, machte sich zuvor mit einem betriebswirtschaftlichen Studium bereit für diese Aufgabe. Viel hat sich getan, seit sie als kleines blondes Mädchen auf der Spülmaschine im Wanderheim hockte und auch mal, wie sie sich nicht scheut zuzugeben, über die vielen Gäste schimpfte. „Als Kind habe ich nicht immer gemerkt, wie besonders unser Aufwachsen im Betrieb war“, sagt sie heute. „Auch wenn unsere Eltern viel gearbeitet haben, waren sie immer da.“ Der Nebenjob im Hotel und das Kennenlernen des starken Zusammenhalts im Haus ließen Elisabeths Gastronomie-Aversion rasch dahinschmelzen. „Für mich wäre es längst nicht mehr vorstellbar, um 17 Uhr meine Sachen zu packen und dann nicht mehr an die Arbeit oder die Kollegen zu denken.“