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Stimmen aus Berlins KroneLamm

Herta Rentschler.

Herta Rentschler 

In Berlins KroneLamm verdienen viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Beinamen „Gute Seele des Hauses“. Im königSPA traf das insbesondere auf Kosmetikerin Herta Rentschler zu. 2019 hat sie sich nach fast 16 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Und das Haus in dieser Zeit stark geprägt.

Wie lange arbeiteten Sie im Hotel Krone Lamm? Von Dezember 2003 bis Juni 2019.
Wie kamen Sie ins Hotel Krone Lamm? Nachdem ich auf Kosmetikerin umgeschult hatte, hörte ich, dass Berlins einen Wellnessbereich planen. Der Grundstein war gelegt.
Was war Ihr erster Eindruck von dem Haus und den Menschen? Ein ausgezeichneter. Rolf Berlin kannte ich außerdem flüchtig aus der Schule – ich bin auch in Zavelstein geboren.
Was ist das Besondere an diesem Haus und den Menschen? Wie familiär und warmherzig alles ist. Die Stimmung hier ist eine ganz besondere – das höre ich auch von vielen Gästen.
Wo gefiel es Ihnen im und ums Haus am Besten? Im königSPA. Ich habe die Entwicklung des Wellness-Bereichs miterlebt – von den ganz frühen Anfängen mit gerade mal drei Räumen.
Was machte Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten Spaß? Die Begegnungen – und das Vertrauen, das mir sowohl die Gäste als auch Familie Berlin immer entgegengebracht haben.

Die amerikanischen Damen.

„Es liegt schon einige Jahre zurück. Wie jeden Tag vor Arbeitsbeginn, schaue ich mir meinen Plan an. An diesem Morgen fällt mir ein Name sofort auf: Mrs. O‘Neil. Als ich die ältere Dame für ihre Rückenmassage im Wartebereich begrüße und abhole, bemerke ich ihren amerikanischen Akzent. Ich beginne mit der Massage, wir reden ein wenig und ich bemerke, dass ihr Deutsch ziemlich bayerisch klingt. Jetzt muss ich sie doch fragen, woher sie kommt. „Aus New York“, antwortet sie. Sie erzählt mir, dass sie mit ihren Schwestern wie jedes Jahr auf Deutschlandreise ist. Jedes Mal besuchen sie andere Orte, und diesmal hat ihr Weg sie zu uns geführt. „Ursprünglich“, erzählt sie, „komme ich aus Bayern, aus Schrobenhausen.“ Ich werde hellhörig, denn meine Mutter stammt ebenfalls von dort. Ich erzähle es ihr und sie fragt nach meinem Familiennamen. Ich nenne ihn – und sie springt mir fast von der Liege. Wie sich herausstellt, waren die Damen Cousinen meiner Mutter, die nach dem Krieg in die USA ausgewandert sind! Sie heckt sogleich einen Plan aus und lädt mich zum Abendessen ins Restaurant Krone ein. Erst beim gemütlichen Zusammensein weiht sie ihre Schwestern in das Geheimnis ein. Wir verleben einen wunderbaren Abend, bei dem wir in meinem alten Fotoalbum blättern und Erinnerungen austauschen. Dieses ganz besondere Erlebnis wird mir für immer im Gedächtnis bleiben und erinnert mich an einen Satz des französischen Schriftstellers Guy de Maupassant:
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“